Über mich

Christine Schorling, Gründerin & Macherin in der Wichtelfabrik

Wer steckt hinter der Wichtelfabrik?

Mama, Künstlerin & Kunsttherapeutin Christine, ein paar Jährchen über 50. Vor ziemlich genau 18 Jahren gründete ich in der Elternzeit die Wichtelfabrik. Mittlerweile ist meine Tochter erwachsen; doch genauso wie sie wird auch die Wichtelfabrik immer mein „Baby“ sein. Bei mir gibt es Glückswichtel und Schutzengel, mit viel Liebe entworfen, gemalt, bedruckt oder genäht. Alle Bilder und Püppis sind Unikate, Stoffe, Karten und Buttons stelle ich in Handarbeit oder Kleinserie her. 

Als ausgebildete Kunsttherapeutin weiß ich um die Wirkung von Symbolen und Farbe. Mir ist es wichtig, die Ästhetik von Kindern mit einfachen Motiven anzusprechen und zu prägen. Sie sind permanent umgeben von überladenen und kitschigen Massenprodukten, die vor allem die Sammelsucht der Kleinen anregen. Deshalb lege ich besonderen Wert auf eine einfache und kindgerechte Bildsprache, die auch schon sehr kleine Kinder verstehen. Die Farben sind kräftig, jedoch nicht kitschig oder zu bunt. Im Mittelpunkt stehen meine freundlichen Fantasiewesen mit ihren offenen Gesichtern und den lieben Augen: Glückswichtel und Schutzengel, treue Begleiter auf dem Weg zum Großwerden.

Interview für den Stoffschmiede-Blog:

(aus 2012)

Wie kam die Wichtelfabrik zu Christine Schorling? Was hat Dich inspiriert?

„Während unserer Elternzeit vor mehr als 10 Jahren hatten meine Freundin Sylvia und ich die Idee, unsere eigenen Bilder für die Kinderzimmer zu malen. Irgendwann waren es dann zu viele für den Eigengebrauch und so baute ich unseren ersten Online-Shop auf. Zum Glück habe ich einige Jahre in der Internetbranche gearbeitet und konnte das alleine auf die Beine stellen. Aus dem Zweifraubetrieb ist mittlerweile eine One-Woman-Show geworden, da Sylvia aus beruflichen Gründen ausgestiegen ist. Dafür haben sich zu den Kinderzimmerbildern viele neue Produkte hinzugesellt, so auch die Wichtelstöffchen aus der Stoff-Schmiede.

Tja, was inspiriert mich? Das ist eine lustige Geschichte… Eine Kundin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Wichtel und Engel sie an Sarah Kay erinnern – eine Zeichnerin, die in meiner Kindheit und Jugend sehr beliebt war, sie malte sozusagen die Lillifees der 70er. Und tatsächlich entdeckte ich, dass viele meiner Motive Ähnlichkeit mit Sarah-Kay-Figuren haben. Völlig unbewusst hatte ich eine wunderschöne Kindheitserinnerung wiederbelebt: Als Teenager habe ich wie besessen Sarah-Kay-Püppchen gezeichnet! Offensichtlich hat mich das so geprägt, dass der Einfluss unübersehbar ist.“

Wo und wie entstehen Deine Bilder auf der Leinwand?

„Meine Wichtelchen werden in meinem Atelier geboren. Dort male ich meine Kindermotive, aber auch großformatige, meist abstrakte Gemälde. Außerdem finden im Atelier meine Malgruppen für Kinder und Erwachsene statt sowie Einzelsitzungen für Menschen mit psychischen Problemen. Hauptberuflich arbeite ich nämlich als Kunsttherapeutin und ich male mit Menschen von 5 bis 100 (meine älteste Malerin war 101!). Malen macht nicht nur Spaß, sondern kann auch kann auch heilen…“

Wie schafft es ein Wichtel von der Leinwand auf den Stoff? Kannst Du ein paar Tipps und Tricks verraten, wie es am Besten geht?

„Meine Wichtel-Bilder sind in der Regel zu groß zum Scannen, weshalb ich sie abfotografieren muss. Dazu warte ich meist auf gutes Wetter :-/ und fotografiere im Freien. Meine Kamera ist eine günstige digitale Spiegelreflex, die Canon EOS1100D. Damit bin ich schon recht zufrieden, aber ohne Nachbearbeitung in Photoshop geht’s trotzdem nicht. Tonwertkorrektur, Sättigungsoptimierung, Schärfung … es sind noch einige Schritte notwendig, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Und dann heißt es rumprobieren, bis das Bildformat optimal auf das Stoffformat abgestimmt ist und möglichst wenig Verschnitt dabei rauskommt.“

Hast Du einen Lieblingswichtel?

„Nein! Ich liebe alle meine Wichtel, ehrlich. Und es fällt mir schwer, sie abzugeben. Jedes einzelne Wichtelchen ist ein Einzelstück und in den Stunden, in denen ich ihm „Leben einhauche“, wächst er mir ans Herz. Aber ich weiß ja, dass die Bilder immer in gute Hände kommen und den Kindern Freude machen. So ist der Abschied nicht ganz so schwer.“